Auf dem Symposium »Arbeit und Gesundheit«, das vor einigen Tagen an der Dresden International University stattfand, hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit Ina Jäkel einen Workshop zu gestalten. Die Teilnehmer des Symposiums waren Mitarbeiter und Führungskräfte von Jobcentern und ihren Dienstleistern, also Menschen, die jeden Tag vor der Herausforderung stehen, zwei – auf den ersten… Gesund bleiben im Jobcenter: Gesprächsführung für Fallmanager und Jobcoaches weiterlesen
Kategorie: Prozesspsychologie
Es geht nicht um Veränderung, sondern um Lernen: wie man Gewohnheiten tatsächlich ändern kann
Schein (2012, S. 34, siehe unten stehende Quellenangabe) meint, dass man den Begriff „Veränderung“ besser durch den Begriff „Lernen“ ersetzen sollte, denn um eine Organisation voranzubringen, gelte es für die Beteiligten vor allem, etwas zu lernen. Damit bringt Schein (2012, S. 36f.) etwas auf den Punkt, wofür andere Autoren mitunter sehr viele Worte brauchen: Man… Es geht nicht um Veränderung, sondern um Lernen: wie man Gewohnheiten tatsächlich ändern kann weiterlesen
Psychohygiene für Helferberufe, Teil 2: Die zugrundeliegenden Motive
“Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt”, heißt der Werbespruch einer Bank. Übetragen auf Berufe heißt das, dass viele Menschen ihren Beruf nicht von ungefähr, sondern vor dem Hintergrund ihre spezifischen Motivgefüges wählen. So individuell die persönlichen Motive, einen speziellen Beruf zu ergreifen, auch sein mögen – es gibt Erfahrungsmuster, die ein großer Teil der… Psychohygiene für Helferberufe, Teil 2: Die zugrundeliegenden Motive weiterlesen
Psychohygiene für Helferberufe, Teil 1: Gesprächsmethoden
Im Rahmen eines kürzlich an einer Mittelschule durchgeführten Pädagogischen Tages ging es um zwei Fragen: Was können Lehrer über die bisherigen Anstrengungen hinaus mit besonders schwierigen Situationen und für ihre mitunter unter den hohen Anforderungen des pädagogischen Alltags leidende (psychische) Gesundheit tun? Diese Fragen haben in diesem Fall zwar Lehrer gestellt, aber es sind nach meinen Erfahrungen… Psychohygiene für Helferberufe, Teil 1: Gesprächsmethoden weiterlesen
Von der Bedeutung der Fähigkeit, sich wundern zu können, und warum Taten wichtiger sind als Worte
Manchmal wundert man sich. Das sind wertvolle Momente, denn am meisten lernen kann man, wenn man in der Lage bleibt, sich über sich selbst und seine Fehler zu wundern. Aber wer gibt die schon gerne zu? Die Gattung Mensch hat eine ganze Reihe kluger Mechanismen erfunden, die uns vor allzu tiefer Einsicht in eigene Fehler… Von der Bedeutung der Fähigkeit, sich wundern zu können, und warum Taten wichtiger sind als Worte weiterlesen
„Die Frage besteht nicht darin, was das Problem ist, sondern wer oder was wir in Zukunft sein wollen.“ (Larry Lippitt)
Wenn es um die Veränderung von Organisationen geht, fängt die Geschichte zumeist mit einem Problem an. Viele Theorien gehen sogar davon aus, dass der Problem- bzw. Leidensdruck groß bzw. groß genug sein muss, damit überhaupt eine Veränderungskoalition entsteht. Die sorgfältige Analyse von Problemen ist wichtig, weil dadurch erst klar wird, um was es geht. In… „Die Frage besteht nicht darin, was das Problem ist, sondern wer oder was wir in Zukunft sein wollen.“ (Larry Lippitt) weiterlesen
How to prepare offers and negotiate prices
If it comes to the psychology of pricing and questions about how to prepare offers, the first sentence (unfortunately) must be: The price cannot trigger anything. It will only then become effective if the purchase intention already exists. Or, put in a nutshell: If it were so simple, everybody could do it. Regarding price tolerance, differences… How to prepare offers and negotiate prices weiterlesen
Die sich verschiebenden Grundlinien des menschlichen Denkens
I Als ich in den Neunziger Jahren zum ersten Mal das Bauhaus besuchte, war ich beeindruckt, wie genau die Architekten und Künstler unser heutiges Verständnis von Ästhetik und Raumnutzung vorweggenommen haben, oder besser: wie nachhaltig sie es geprägt haben. Seither hatte ich bei meinen sporadischen Besuchen immer wieder den Eindruck, dass der »Bauhaus-Gedanke« weitere Lebensbereiche… Die sich verschiebenden Grundlinien des menschlichen Denkens weiterlesen
Terroristen oder “Freiheitskämpfer”?!
Eines späten Nachmittags im November 2011 saß ich im Zug von Cottbus in Richtung Görlitz, als auf einem der dazwischen liegenden Dörfer eine Frau mit einem Fahrrad in den Zug stieg. Ihr Alter ließ sich schlecht schätzen, irgendetwas zwischen 55 und Ende 60, mit einer rosa Strickmütze und einer wattierten Jacke. Ich konnte mir die… Terroristen oder “Freiheitskämpfer”?! weiterlesen
Was gut funktionierende Teams „anders“ machen
Wenn wir Unternehmen und Organisationen dabei helfen, mit ihren jeweiligen Herausforderungen besser umzugehen, treffen wir auf viele Beispiele, wie man es lieber nicht versuchen sollte. Es ist leicht festzustellen, dass etwas „nicht richtig“ läuft, und noch schwerer ist es, die Ursachen dafür zu finden. Die wohl schwierigste Aufgabe ist dann, über eine zutreffende Analyse hinaus… Was gut funktionierende Teams „anders“ machen weiterlesen
Warum es in Besprechungen so schwer ist, zu einem konstruktiven Ende zu gelangen
Argyris (1993) sagt, dass Menschen planvoll handeln und ihren Handlungen bestimmte Theorien zugrunde legen. Von diesen Theorien gibt es zwei Arten – die, von denen die Menschen sagen, dass sie sie verwenden (favorisierte Theorien) und jene, die tatsächlich zur Anwendung kommen (real-verwendete Theorien). Von letzteren gibt es wiederum zwei Grundformen – eine, bei der es um… Warum es in Besprechungen so schwer ist, zu einem konstruktiven Ende zu gelangen weiterlesen
Der Einfluss der Raumgestaltung und der Arbeitsabläufe auf das Stresslevel
Die biologischen Wurzeln des Menschen üben – vom Bewusstsein weitgehend unbemerkt – nach wie vor einen starken Einfluss auf das menschliche Verhalten aus. Einer dieser Einflüsse wird „Territorialität“ genannt. Demnach hat der Mensch bei der Nutzung von Räumen spezielle Verhaltensmuster. Es geht dabei um Sicherheit und Überblick – man sucht sich, wenn es geht, Plätze,… Der Einfluss der Raumgestaltung und der Arbeitsabläufe auf das Stresslevel weiterlesen
Wie Teams lernen
Edmondson et al. (2001) haben in einer umfangreichen Studie untersucht, wie gruppendynamische und organisationale Faktoren die Übernahme innovativer Technologien beeinflussen. Gegenstand der Untersuchung waren 16 Herzchirurgie-Teams in ebenso vielen Krankenhäusern. Alle sechzehn Teams begannen, mit einer neuen Operationsmethode (minimally invasive cardiac surgery; MICS) zu arbeiten, die Herzoperationen ermöglicht, ohne den Brustkorb im herkömmlichen Sinne zu öffnen.… Wie Teams lernen weiterlesen
»Töpfer« gegen »Gärtner« oder doch was Neues?
Von Bernhard Bueb stammt der Gedanke, dass sich die gegenwärtigen Lehrstile auf einem Spektrum zwischen »Töpfern« und »Gärtnern« einordnen lassen. Die »Töpfer« seien solche Lehrer, die den Menschen formten und ihm, ihrer Vorbildfunktion wohl bewusst, klare Wertvorstellungen vermittelten, Grenzen setzten und die Rolle der Disziplin und des Anstands betonten. Demgegenüber stehe das Ideal der »Gärtner«, die den… »Töpfer« gegen »Gärtner« oder doch was Neues? weiterlesen
Zufriedenheit ist nicht das Gegenteil von Unzufriedenheit…
…sondern beide Begriffe bilden voneinander unabhängige Dimensionen: Das bedeutet, dass jemand bei der Arbeit oder mit seinem Studium zwar nicht unzufrieden, gleichzeitig aber auch nicht zufrieden sein kann. Vielleicht kennen Sie jenen Grauton, mit dem man seinen Alltag beschreiben würde, wenn man selbst davon betroffen ist – man ist dann nicht unzufrieden genug, um etwas… Zufriedenheit ist nicht das Gegenteil von Unzufriedenheit… weiterlesen
Motivation kommt manchmal von innen, aber nie von außen
Es kommt auf die eigene Motivation eines Menschen, und die kann man von außen nicht steuern, wohl aber begünstigen. Man kann keinen direkten Einfluss ausüben, aber man kann motivierende Rahmenbedingungen schaffen. Letztlich sollten Studierende selbst wissen, warum sie lernen. Und genau darüber kann man mit ihnen sprechen. Man kann Erwartungen erfragen und die eigenen Erwartungen… Motivation kommt manchmal von innen, aber nie von außen weiterlesen
Komplexitätsfallen und Kompetenznotwendigkeiten in IT-Projekten…
Nehmen wir an, Sie haben sich nach vielen Abwägungen entschieden, aus Ihrer Mietwohnung auszuziehen und unter die Hauseigentümer zu gehen. Sie beschäftigen sich nun mit den ersten wesentlichen Fragen zum anstehenden Bauprojekt und versuchen, sich ein Bild Ihres zukünftigen Domizils zu machen – welche Fragen ergeben sich? Wo soll das Haus stehen? Wie und mit welchem monetären… Komplexitätsfallen und Kompetenznotwendigkeiten in IT-Projekten… weiterlesen
Die Psychologie des IT-Projektmanagements
Wenn man IT-Projekte aus psychologischer Sicht betrachtet, dann scheint die erste und wichtigste Frage die nach der Beziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu sein. Diese Beziehung „trägt“ das Projekt. Fragt man IT-Dienstleister nach den Erwartungen ihrer Auftraggeber, dann lauten das am häufigsten genannte Stichwort „Lösungen“, manchmal ergänzt um die Adjektive „schnelle“, „fertige“ oder „preiswerte“. Durch die Eigenarten… Die Psychologie des IT-Projektmanagements weiterlesen
Wozu genau braucht man einen »Empathienavigator«?
Beim Lesen einer Fachzeitschrift stoße ich zufällig auf ein Inserat, in dem ein App beworben wird, mit dem man Übungen in gewaltfreier Kommunikation absolvieren und seine »Fähigkeiten und das Bewusstsein für empathisches Sprechen und Zuhören« trainieren kann. Ich frage mich, wie das gehen soll. Mittlerweile hat der Berufsstand der Trainer und Coaches das aktive Zuhören und andere… Wozu genau braucht man einen »Empathienavigator«? weiterlesen
Die Psychologie der Raumgestaltung
Die biologischen Wurzeln des Menschen üben – vom Bewusstsein weitgehend unbemerkt – nach wie vor einen starken Einfluss auf das menschliche Verhalten aus. Einer dieser Einflüsse wird „Territorialität“ genannt. Demnach hat der Mensch bei der Nutzung von Räumen spezielle Verhaltensmuster. Es geht dabei um Sicherheit und Überblick – man sucht sich, wenn es geht, Plätze,… Die Psychologie der Raumgestaltung weiterlesen
Welche Faktoren sind bei der Einführung neuer Arbeitsabläufe zu beachten?
Edmondson et al. (2001) haben in einer umfangreichen Studie untersucht, wie gruppendynamische und organisationale Faktoren die Übernahme innovativer Technologien (new technology adaptation) beeinflussen. Gegenstand der Untersuchung waren 16 Herzchirurgie-Teams in ebenso vielen Krankenhäusern. Alle sechzehn Teams begannen, mit einer neuen Operationsmethode (minimally invasive cardiac surgery; MICS) zu arbeiten, die Herzoperationen ermöglicht, ohne den Brustkorb im herkömmlichen… Welche Faktoren sind bei der Einführung neuer Arbeitsabläufe zu beachten? weiterlesen